Der Kurpark – Architekturmuseum des 19. Jahrhunderts

Wer das Zentrum sucht, findet den Kurpark. Wo andernorts der Marktplatz den Mittelpunkt bildet, liegt in Bad Oeynhausen diese ca. 26 Hektar grüne Oase. Sie ist Zeugnis einer mondänen Kur- und Bäderwelt und schickt den Besucher auf eine Reise durch die Geschichte der Architektur.

König Friedrich Wilhelm IV. machte Nägel mit Köpfen, als er südlich des heutigen Badehauses II, wo gerade die erste Thermalsolequelle entdeckt worden war, einen Badeort gründete. Er förderte die Entwicklung des „Königlichen Bades Oeynhausen“ maßgeblich – unter anderem durch den Auftrag, im Umfeld der Quelle einen Park zu entwerfen. Rund um diesen Park sollte sich auch die Stadt Bad Oeynhausen entwickeln.

Blick über die Mittelachse auf das Kaiserpalais (Foto: Tourismus NRW)

Englische Landschaftsparks als Vorbild

Die Pläne, nach denen der Kurpark zwischen 1851 und 1853 angelegt wurde, stammten von Peter Joseph Lenné. Der bedeutendste Gartenbaumeister seiner Zeit sah einen englischen Landschaftspark vor, der von einem hufeisenförmig geschwungenen Korso begrenzt werden sollte. Ost- und Westkorso verlaufen bis heute um den Park und geben ihm seine charakteristische Form.

Die Gartenanlage verhilft den historischen Gebäuden zu einem beeindruckenden Auftritt. Dank ihrer architektonischen Vielfalt gilt der Park im Volksmund auch als „Architekturmuseum des 19. Jahrhunderts“. 

Bildergalerie: Beeindruckende Bäder-Architektur

Veranstaltungen im Park

Heute ist der Kurpark als Ruhepol mitten in der Stadt nicht nur bei Bürgern und Kurgästen beliebt. Über das Jahr finden hier verschiedene Veranstaltungen statt, so etwa an jedem ersten Augustwochenende das Parklichter-Fest. Während des ganzen Wochenendes feiern bis zu 30.000 Besucher bei Musik, Tanz sowie dem traditionellen musiksynchronen Feuerwerk sich selbst und die Stadt.