BERG-
BERGPANORAMA AM WIEHEN
Perle im hohen Norden der Stadt
► Bergkirchen ist zwar kein offizieller Stadtteil, aber dennoch ein Ort, der mit seiner Geschichte für sich selbst steht. Die Wittekinds-Quelle, die im 12. Jh. gegründete Kirche, die Kaiser-Apotheke und ein einmaliger Blick über die Landschaft südlich des Wiehengebirges machen Bergkirchen zu einem malerischen Kleinod im Norden der Stadt.
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Einwohner (Stand 1961)
m ü. Normalnull
Eingemeindung
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SEHENS-
WÜRDIGKEITEN
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DENKMAL UND GRAB DER FAMILIE VON SCHLOTHEIM
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Freiherr Carl Ludwig Theodor von Schlotheim (1796 – 1869) war ein deutscher Regierungsbeamter und Abgeordneter. Von 1849 bis 1869 war er Landrat des preußischen Kreises Minden in Westfalen.
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Am Nordhang des Wiehengebirges steht sein Denkmal, ein Sandsteinmonument welches 1857, zu Lebzeiten des Landrats, eingeweiht wurde. In der Nähe des Denkmals stehen zwei gusseiserne Kreuze, die Ruhestätten des Landrats und seiner Frau Melanie von Schlotheim.
EVANG. KIRCHE
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Die St.-Nikolaus-Kirche steht in herrlicher Lage im Wiehengebirge.
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Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1756, der Turm wurde 1880 errichtet. Die Ursprünge der Kirche reichen bis in das 12. Jh. zurück.
KAISER-APOTHEKE
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Am 15. Juni 1895 erhielt Apotheker Damm, die Erlaubnis zum Betrieb einer Zweigapotheke in Bergkirchen.
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Im Jahre 1898 bezog Kaiser Wilhelm II mit seinem Generalstab einen Beobachtungspunkt als „Manöver-Sitz“, um vom Berge aus die Manöver in den Werre-Niederungen zu verfolgen.
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Eine Büste des Kaisers zeugt bis heute am historischen Gebäude vom Aufenthalt des Hohenzollern.
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Seit 1898 betrieb die Apotheke eine Mineralwasserfabrik. Produziert wurde der „Bergkirchener Säuerling“.
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In den 1990er Jahren geschlossen.
„SCHÖNEN MÜHLE“
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Wassermühle aus dem 19. Jahrhundert
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Mit oberschlächtigem Wasserrad, 2 Mahlgängen sowie Ölmühle mit Kollergang und hydraulischer Presse
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Der Name eines früheren Eigentümers war bestimmend für die Namensgebung
WIEHENGEBIRGE
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3,26 langer Rundwanderweg „Bergkirchen–Wallücke“
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3,58 km langer Rundwanderweg „Bergkirchen–Schwöen“
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4,74 km langer A3 Rundwanderweg „Bergkirchen–Lutternsche Egge“
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11,47 km langer Mühlensteig Etappe 3: „Bergkirchen–Porta Westfalica“
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40,9 km langer Rundwanderweg „Rund um den Jordansprudel“
WITTEKINDSQUELLE
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Ein vermuteter Ort eines mittelalterlich-sächsischen Quellheiligtums und eine sagenhafte Stelle des Quellwunders, das die Überlieferung dem mittelalterlichen Sachsenherzog Widukind zuschreibt.
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Widukind sei der Sage nach über den Kamm des Wiehengebirges geritten und habe ein Zeichen Gottes erwartet, ob er den Glauben wechseln, sich dem militärisch überlegenen Karl dem Großen ergeben und damit die Sachsenkriege beenden solle.
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Daraufhin habe sein Pferd plötzlich einen Stein losgescharrt und Quellwasser sei hervorgeschossen. Als Folge dieses Zeichens habe Widukind sich für den Übertritt zum Christentum und die Unterwerfung unter Karl den Großen entschieden.
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