Der Berg ruft

Neue Wanderwege ermöglichen Tagestouren aus der Stadt heraus hoch zum Wittekindsweg

Paar wandert auf Waldweg

Sich in seinem eigenen Tempo fortbewegen, die Natur genießen und am Wegesrand die ein oder andere Sehenswürdigkeit entdecken – Wandern ist wohltuend für Körper und Geist. Ein neuer Zuweg zum Wittekindsweg im Wiehengebirge sowie zwei dort neu ausgeschilderte Rundwege bieten Wanderfreunden jetzt die Möglichkeit, eine schöne Tagestour direkt im Stadtzentrum von Bad Oeynhausen zu starten.

Das Wiehengebirge ist die letzte Erhebung vor der norddeutschen Tiefebene und grenzt im Norden an das Bad Oeynhausener Stadtgebiet. Einheimische behaupten scherzhaft, es hätte seinen Namen daher, dass es aus der Ferne wie ein Gebirge (Wie’n Gebirge) aussieht. Trotz oder vielleicht gerade wegen seiner nicht allzu erhabenen Höhe ist das Wiehengebirge ein Paradies für Genusswanderer und bietet beste Ausblicke auf die Stadt und das Umland.

Wer das Wiehengebirge auf einer Tagestour entdecken möchte, braucht sich um die Anreise nicht zu kümmern, denn seit neuestem verbindet ein Zuweg die Bad Oeynhausener Innenstadt mit dem Wittekindsweg im Wiehengebirge.

Einfach die Wanderschuhe schnüren und schon kann es losgehen – vom Inowroclaw-Platz aus geht es zunächst durch den Sielpark und anschließend vorbei an Bächen, über Felder und Wiesen durch die nördlichen Stadtteile. Entlang des Weges passiert man in Eidinghausen das Schloss Ovelgönne, ein im 17. Jahrhundert erbautes Wasserschloss. Von dort aus geht es weiter in Richtung Norden, immer das Wiehengebirge, genauer gesagt den Eidinghausener Berg im Blick. So langsam steigt das Gelände an. Man läuft am Naturdenkmal Krause Buche vorbei und wandert nun bis zum Kammweg hinauf.

Auf dem Kamm des Wiehengebirges verläuft der Wittekindsweg – ein traditionsreicher Fernwanderweg, der in 95 Kilometern von Osnabrück bis Porta Westfalica führt. Wer eine Tagestour machen möchte, kann sich für einen der beiden neuen Rundwege entscheiden, auf denen man beeindruckende Blicke vom Berg herab genießen kann.

Beide Wege verlaufen oberhalb des Parkplatzes Krause Buche. In westlicher Richtung schlängelt sich der Weg in Richtung des Steinbruchs der Lutternschen Egge. Oben auf dem Kamm angekommen, folgt man ein Stück weit dem Wittekindsweg ostwärts bis zur Schutzhütte am Eidinghausener Berg und steigt von dort wieder ab in Richtung Parkplatz.

Der zweite Rundweg verläuft östlich des Parkplatzes Krause Buche. Zunächst geht es an der Flanke des Eidinghausener Berges entlang, bevor der Weg zum Kammweg hin ansteigt. Oben angekommen erreicht man gleichzeitig das Waldgasthaus „Zum Wilden Schmied“ – ein uriges Gasthaus, dessen Terrasse einen herrlichen Ausblick auf das Wesertal bietet. Weiter geht es nach einer gemütlichen Rast entlang des Kammweges gen Westen und ab der Schutzhütte am Eidinghausener Berg wieder hinab zum Parkplatz. Alle Wanderwege sind neu ausgeschildert worden, sodass Wanderer stets sicher und gut informiert unterwegs sind. Karten und die genauen Streckenverläufe finden Sie unter teutonavigator.com.