Teutoburger Wald

Lebensart in der Urlaubsregion Teutoburger Wald

Hier liegen Stadt und "weites Land" dicht beieinander. Ackerflächen, Wiesen, Wälder und Wasserläufe prägen das Landschaftsbild der Region um den Höhenzug von Teutoburger Wald, Wiehen- und Eggegebirge. Mittendrin die Großstädte Bielefeld und Paderborn als kulturelle Pulsgeber und Innovationsschmieden.

Zurückhaltend und verschlossen sollen sie sein, die Westfalen. So mancher attestiert ihnen sogar einen ausgeprägten "Dickschädel". Aber die Bodenständigkeit, der Stolz und der Gemeinschaftssinn in diesem Landstrich sind die prägenden Elemente ostwestfälischer Lebensart. Wer zu diesem echten Kern vorgedrungen ist, lernt ehrliche Gastfreundschaft und bisweilen sogar westfälisches Temperament kennen.

Wasser & Quellen – Das Wasser im Teutoburger Wald eine große Bedeutung hat, lässt sich zunächst kaum vermuten. Wer sich genauer über das Mittelgebirge informiert, liest über zahlreiche Quellen und Sprudel. Viele der Wässer werden nämlich als Mineralwasser abgefüllt und im Handel angeboten, andere sind aufgrund ihrer Mineralien und Spurenelemente so einzigartig, dass sie für Gesundheit und Heilung in den zahlreichen Bädern des Teutoburger Waldes eingesetzt werden. Den wertvollen Thermalquellen der Region wurden wahre Paläste und Erlebniswelten gewidmet, die die Bandbreite der Spa-Tradition weiterentwickeln und neu interpretieren.

Auch Flüsse und Seen der Region tragen bekannte Namen: Ems, Lippe und Pader, die mit einer Länge von gerade mal 4 km als kürzester Fluss Deutschlands gilt, finden ihren Ursprung am Fuß des Teutos. Tangiert wird die Region auch von der Weser, die sich mit der Porta Westfalica ihren Weg in die Norddeutsche Tiefebene bahnt.

Regionale Spezialitäten – Die Merkmale der ostwestfälisch-lippischen Küche sind Ausdruck der landschaftlichen und geschichtlichen Besonderheiten der Region. Deftig und gehaltvoll auf der einen Seite, frisch und naturbelassen auf der anderen.

Dabei sind einige der regionalen Leckerbissen längst schon nicht mehr nur ein Geheimtipp, sondern finden sich auf vielen Tellern und Tischen im ganzen Land. Der Pumpernickel und das typische "Paderborner" Graubrot, der westfälische Schinken, die guten Biersorten, der Steinhäger oder der Lebkuchen aus Borgholzhausen, von diesen Produkten hat sicherlich jeder schon mal gekostet.

Geschichte – Germanen siedelten im ostwestfälisch-lippischen Raum bereits in der Zeit vor unserer Zeitrechnung. Ihre Beziehungen zu den Römern waren geprägt durch kriegerische Auseinandersetzungen.

Irgendwo hier am Teutoburger Wald, über den genauen Austragungsort der Schlacht wird bis heute gestritten, schlug der Cheruskerfürst Arminius im Jahr 9 n. Chr. drei römische Elitelegionen unter dem römischen Feldherrn Quinctilius Varus und vernichtete damit die römische Herrschaft rechts des Rheins – ein Ereignis, dem welthistorische Bedeutung zugemessen wird.

Doch nicht nur die Geschichtsschreibung zum Thema Römer und Germanen ist für den Teutoburger Wald von Bedeutung. Die Region durchlebte eine Vielzahl weiterer geschichtsträchtiger Ereignisse.