Wandelhalle

Trinkbrunnen in der Wandelhalle

In der Wandelhalle im Kurpark stehen den Besuchern zwei Trinkwasser zur Verfügung. Auch Gläser stehen zum Abfüllen bereit.

Das erste Wasser wird dem Wittekind-Brunnen II entnommen.

Das zweite Wasser ist ein Gemisch aus dem Wittekind-Brunnen II sowie der Kurdirektor-Dr.-Schmid-Quelle im Mischungsverhältnis 1:40 und wird als sog. Thermal I ausgeschenkt. 

Kennzeichnend für den Wittekind-Brunnen II ist seine geringe Tiefe von circa 17m.  

Thermal I

Auszüge aus der Balneologischen Stellungnahme zur Thermal-Quelle 1, Bad Oeynhausen vom 14.10.2008
durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen

Wirksame Bestandteile und Charakteristik
Für die Beurteilung wurde die Heilwasseranalyse vom 12.09.2008 zugrundegelegt. Es handelt sich hier um ein Natrium-Chlorid-Wasser. Die mikrobiologischen Anforderungen von § 4 der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung werden erfüllt.

Pharmakologische Eigenschaften, Pharmakokinetik
Die pharmakologische Wirkung wird durch den hohen Calcium-, Sulfat- und Hydrogencarbonatgehalt sowie die Kochsalzkonzentration von ca. 5.310 mg/l verursacht. Oral zugeführtes Calcium wird im Dünndarm aktiv resorbiert, wobei die Resorptionsrate von der luminalen Calcium-Konzentration und –Löslichkeit abhängt und hormonal gesteuert wird. Sie wird z. B. durch Magnesium vermindert und durch Kohlensäure gesteigert. Die Calcium-Ausscheidung erfolgt zu 25 bis 50% über die Nieren, der Rest über den Darm. Neben seinen Funktionen als Baustoff, Vermittler von Stoffwechselvorgängen und der elektromechanischen Koppelung im Muskel sowie bei der Blutgerinnung besitzt Calcium membranabdichtende Eigenschaften mit Herabsetzung von Erregbarkeit und Durchlässigkeit.

Calcium vermindert den Hydratierungsgrad der extrazellulären Matrix und wirkt in höheren Dosen diuresefördernd. Darüber hinaus mindert Calcium den Tonus der Darmmuskulatur und wirkt entzündungs-hemmend mit Anregung von Chemotaxis und Phagozytose-Aktivität der Leukozyten. Nach klinischen Erfahrungen werden dem Calcium weiterhin antiallergische Eigenschaften zugesprochen.

Längerfristige Zufuhr von calciumhaltigen Heilwässern kann erniedrigte Plasma-Calciumspiegel steigern. Bei ausreichender Zufuhr können Calciummangelzustände behoben werden.

Calcium wirkt in Kombination mit Chlorid oder Sulfat harnansäuernd und hemmt das E.-coli-Wachstum und vermindert die Oxalsäureaufnahme durch Ausfällung von Oxalat im Darm und somit auch die Oxalsäurekonzentration im Harn.

Schwächer mineralisierte hypertonische Sulfat-Wässer wie das der Thermal-Quelle 1 rufen im Magen durch osmotische Reizwirkung eine Verdünnungssekretion mit deutlicher Gastrinausschüttung hervor. Die kurmäßige Anwendung stabilisiert die Magensekretion bei Hyazidität als auch bei Hyperazidität.

Durch die hohe Mineralisation (ca. 8.425 mg/l) mit einem hohen Natriumchloridgehalt, wird durch osmotische Reizwirkung auch eine abführende Wirkung erzielt.

Im Darm behindern die relativ großen Ionen durch ihren osmotischen Druck die Resorption des Lösungswassers. Bei hypertonischem Mageninhalt wird dadurch eine Verdünnungssekretion erreicht. Durch die Verflüssigung des Mageninhaltes, der reflektorischen Anregung der Peristaltik resultiert eine Spülwirkung. Das Sulfation setzt in der Darmschleimhaut Hormone frei, die die Verdauungsdrüsen anregen. Es wird eine choleretische Reaktion erzielt.

Kurmäßige Anwendung von sulfathaltigen Heilwässern führen zu einer Stabilisierung der Gallenblasen-Sekretion und –Motorik. Der Sulfatspiegel wird gesteigert. Eine Vergrößerung der Kohlenhydrattoleranz, der Steigerung der Insulinwirkung, Glykogenvermehrung und Abnahme des Fettgehaltes der Leber sind die Folge.

Anwendungsgebiete

  • Dyskinesien der ableitenden Gallenwege einschließlich der postoperativen Beschwerden. 
  • Zur Anregung der Gallen- und Pankreassekretion. 
  • Störungen der Gallen- und Darmmobilität ohne nachweisbare organische Ursachen, ins-besondere verschiedene Formen des Colon irretabile. 
  • Obstipationsstörungen.
  • Alimentäre Calcium-Mangelzustände; zur unterstützenden Behandlung Osteoporose.
  • Zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen.

Gegenanzeigen
Hyperresorptive Hypercalciurie mit Harnsäuresteinbildung. Trinkkuren mit größeren zusätzlichen Flüssigkeitsmengen sind bei Insuffizienz von Herz-Kreislauf und Nierenfunktion kontraindiziert.

Besondere Vorsichtshinweise für den Gebrauch
Keine

Verwendung bei Schwangerschaft und Laktation
Keine Einwände bekannt, vgl. auch Anwendungsgebiete.

Medikamentöse und sonstige Wechselwirkungen
Magnesium und Oxalsäure vermindern die Calciumresorption im Darm, Kohlensäure steigert sie. Eventuell kann eine verzögerte Resorption von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten eintreten.

Dosierung und Art der Anwendung
Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, täglich mehrmals ein Glas wandelnd trinken. Zur Substitution von alimentären Calcium-Mangelzuständen einschließlich Osteoporose sowie zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen soll die tägliche Trinkmenge 0,5 bis 1,0 g Calcium enthalten. Kontrolle des Calcium-Plasmaspiegels ist empfehlenswert. Die vegetativ-umstimmende Reizwirkung kann durch Steigerung der morgendlich nüchtern aufgenommenen Teilmenge erhöht werden. Die Kurdauer muß mindestens 4-6 Wochen betragen, ggf. muss die Applikation im Dauergebrauch fortgesetzt werden.

Überdosierung
Entfällt.

Besondere Warnungen
Keine.

Auswirkungen auf Kraftfahrer und die Bedienung von Maschinen
Keine bekannt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Thermal-Quelle 1 ein wertvolles Natrium-Chlorid-Heilwasser mit einem hohen Calcium und Sulfatgehalt darstellt. 

Wittekind-Brunnen

Balneologische Stellungnahme zum Wittekind-Brunnen, Bad Oeynhausen vom 14.10.2008
durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen

Wirksame Bestandteile und Charakteristik
Für die Beurteilung wurde die Heilwasseranalyse vom 12.09.2008 zugrundegelegt. Es handelt sich hier um ein Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Wasser mit einer Gesamtmineralisation von ca. 6.317 mg/l. Die mikrobiologischen Anforderungen von § 4 der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung werden erfüllt.

Pharmakologische Eigenschaften, Pharmakokinetik
Die pharmakologische Wirkung wird durch den hohen Calcium-, Sulfat- und Hydrogencarbonatgehalt sowie die Kochsalzkonzentration von ca. 3.530 mg/l verursacht. Oral zugeführtes Calcium wird im Dünndarm aktiv resorbiert, wobei die Resorptionsrate von der luminalen Calcium-Konzentration und –Löslichkeit abhängt und hormonal gesteuert wird. Sie wird z. B. durch Magnesium vermindert und durch Kohlensäure gesteigert. Die Calcium-Ausscheidung erfolgt zu 25 bis 50% über die Nieren, der Rest über den Darm. Neben seinen Funktionen als Baustoff, Vermittler von Stoffwechselvorgängen und der elektromechanischen Koppelung im Muskel sowie bei der Blutgerinnung besitzt Calcium membranabdichtende Eigenschaften mit Herabsetzung von Erregbarkeit und Durchlässigkeit.

Calcium vermindert den Hydratierungsgrad der extrazellulären Matrix und wirkt in höheren Dosen diuresefördernd. Darüber hinaus mindert Calcium den Tonus der Darmmuskulatur und wirkt entzündungs-hemmend mit Anregung von Chemotaxis und Phagozytose-Aktivität der Leukozyten. Nach klinischen Erfahrungen werden dem Calcium weiterhin antiallergische Eigenschaften zugesprochen.

Längerfristige Zufuhr von calciumhaltigen Heilwässern kann erniedrigte Plasma-Calciumspiegel steigern. Bei ausreichender Zufuhr können Calciummangelzustände behoben werden.

Calcium wirkt in Kombination mit Chlorid oder Sulfat harnansäuernd und hemmt das E.-coli-Wachstum und vermindert die Oxalsäureaufnahme durch Ausfällung von Oxalat im Darm und somit auch die Oxalsäurekonzentration im Harn.

Schwächer mineralisierte hypertonische Sulfat-Wässer wie das des Wittekind-Brunnen rufen im Magen durch osmotische Reizwirkung eine Verdünnungssekretion mit deutlicher Gastrinausschüttung hervor. Die kurmäßige Anwendung stabilisiert die Magensekretion bei Hyazidität als auch bei Hyperazidität.

Durch die hohe Mineralisation (ca. 6.300 mg/l) mit einem hohen Natriumchloridgehalt, wird durch osmotische Reizwirkung auch eine abführende Wirkung erzielt.

Im Darm behindern die relativ großen Ionen durch ihren osmotischen Druck die Resorption des Lösungswassers. Bei hypertonischem Mageninhalt wird dadurch eine Verdünnungssekretion erreicht. Durch die Verflüssigung des Mageninhaltes, der reflektorischen Anregung der Peristaltik resultiert eine Spülwirkung. Das Sulfation setzt in der Darmschleimhaut Hormone frei, die die Verdauungsdrüsen anregen. Es wird eine choleretische Reaktion erzielt.

Kurmäßige Anwendung von sulfathaltigen Heilwässern führen zu einer Stabilisierung der Gallenblasen-Sekretion und –Motorik. Der Sulfatspiegel wird gesteigert. Eine Vergrößerung der Kohlenhydrattoleranz, der Steigerung der Insulinwirkung, Glykogenvermehrung und Abnahme des Fettgehaltes der Leber sind die Folge.

Anwendungsgebiete

  • Dyskinesien der ableitenden Gallenwege einschließlich der postoperativen Beschwerden. 
  • Zur Anregung der Gallen- und Pankreassekretion. 
  • Störungen der Gallen- und Darmmobilität ohne nachweisbare organische Ursachen, ins-besondere verschieden Formen des Colon irretabile. 
  • Obstipationsstörungen
  • Alimentäre Calcium-Mangelzustände; zur unterstützenden Behandlung Osteoporose.
  • Zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen.

Gegenanzeigen
Hyperresorptive Hypercalciurie mit Harnsäuresteinbildung. Trinkkuren mit größeren zusätzlichen Flüssig-keitsmengen sind bei Insuffizienz von Herz-Kreislauf und Nierenfunktion kontraindiziert.

Besondere Vorsichtshinweise für den Gebrauch
Keine.

Verwendung bei Schwangerschaft und Laktation
Keine Einwände bekannt, vgl. auch Anwendungsgebiete.

Medikamentöse und sonstige Wechselwirkungen
Magnesium und Oxalsäure vermindern die Calciumresorption im Darm, Kohlensäure steigert sie. Eventuell kann eine verzögerte Resorption von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten eintreten.

Dosierung und Art der Anwendung
Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, täglich mehrmals ein Glas wandelnd trinken. Zur Substitution von alimentären Calcium-Mangelzuständen einschließlich Osteoporose sowie zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen soll die täglich Trinkmenge 0,5 bis 1,0 g Calcium enthalten. Kontrolle des Calcium-Plasmaspiegels ist empfehlenswert. Die vegetativ-umstimmende Reizwirkung kann durch Steigerung der morgendlich nüchtern aufgenommenen Teilmenge erhöht werden. Die Kurdauer muss mindestens 4-6 Wochen betragen, ggf. muss die Applikation im Dauergebrauch fortgesetzt werden.

Überdosierung
Entfällt.

Besondere Warnungen
Keine.

Auswirkungen auf Kraftfahrer und die Bedienung von Maschinen
Keine bekannt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Wittekind-Brunnen ein wertvolles Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Heilwasser mit einem hohen Sulfatgehalt darstellt.