Sole / Heilquellen gestern

An der Schnittstelle zweier Landkreise

Auszug aus "150 Jahre Heilbad Oeynhausen"

Das Bad lag und liegt an der Schnittstelle der Kreise Minden und Herford. Als Berghauptmann Carl von Oeynhausen (1795-1865) im Jahre 1830 eine Tiefbohrung ansetzte, war seine Absicht, Steinsalzvorkommen für die Saline Neusalzwerk im Amt Rehme (Kreis Minden) zu erschließen. Der Ort der Bohrung auf dem Grundstück des Colon Meyer, Im Knick, lag nicht weit von Neusalzwerk entfernt, gehörte jedoch zu Melbergen im Amt Gohfeld (Kreis Herford). Als Carl von Oeynhausen schließlich auf Thermalsole stieß und er Pläne zur Errichtung eines der Allgemeinheit dienenden Heilbades entwickelte, musste er folglich die Konzession zum Badebetrieb beim Landrat des Kreises Herford, Georg von Borries (1811-1870), beantragen. Diese Konzession wurde am 30.6.1845 erteilt. 

Aus der Geschichte

Eine chronologische Übersicht - Auszug

1806
Bülow Brunnen

1830-1845
Erbohrung der ersten Thermalsolequelle (Oeynhausen Sprudel) durch Carl August Ludwig von Oeynhausen

1839
Verabreichung des ersten Heilbades

1840
Förderung von 100.000 Zentner Salz

1855-1857
Erschließung des Bohrlochs II

1865-1869
Erbohrung des Bohrlochs III

1876
Wittekind-Brunnen I, später saniert und neu gefasst

1896-1898
Erbohrung der Quelle IV (Kaiser-Wilhelm-Sprudel)

1905-1906
Erschließung der Thermalquelle V (Morsbach Sprudel)

1924-1926
Erbohrung der Thermalquelle VI (Jordan Sprudel), der größten kohlesäurehaltigen Thermalsolequelle der Erde 

1959-1960
Erschließung der Kurdirektor-Dr.-Schmid-Quelle

1972-1973
Erschließung des Alexander-von-Humboldt-Sprudel

1980
Erschließung des Wittekind Brunnen II

1995
Erschließung des Gert-Michel-Sprudel