Kurpark

Der Kurpark

Der Kurpark - mit einer Größe von ca. 26 Hektar - wurde zwischen 1851 und 1853 nach Plänen von Peter Josef Lenné, dem bedeutendsten Gartenbaumeister seiner Zeit, als Landschaftspark angelegt und beständig erweitert. Besucher treffen hier auf Zeugnisse einer glanzvollen und mondänen Kur- und Bäderwelt, die ihren Höhepunkt am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte. In den letzten Jahren wurden Teile der Kurparkachse nach dem Vorbild der Jahrhundertwende erneuert und der Charakter des Landschaftsparks wieder hergestellt.

Zahlreiche imposante Gebäude ergänzen die eindrucksvolle Gartenanlage. Vom klassizistischen Badehaus I, das 1852 - 1857 erbaut wurde, über das im Stile der Neorenaissance 1885 erbaute Badehaus II und das Neobarocke Kurhaus aus dem Jahre 1905 - 1908 bis hin zum Theater aus dem Jahre 1915 wird das Ensemble durch die neoklassizistische Wandelhalle von 1926 ergänzt. Mehrere Kleinbauten und Tempel runden das Gesamtbild ab.

Nicht weit vom Kurpark nach Süden erstrecken sich die Kuranlagen des Siekertals. Der zurückhaltend gestaltete Landschaftspark im Talraum des tief eingeschnittenen Osterbaches erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 142 Hektar. Beliebte Ziele sind der Museumshof, der so genannte "Schwedenstein", ein eiszeitlicher Granitfindling, und in der Nähe ein Aussichtspunkt.

Nördlich der Kurgebiete liegt der im Jahre 1905 geschaffene Sielpark. Der etwa 50 Hektar große Landschaftspark ist mit seinen weiten Wiesenauen ein ideales Freizeitgelände. Hervorzuheben ist auch das am See gelegene schöne Ausflugslokal. Im Sielpark steht das einzig noch verbliebene Gradierwerk von Bad Oeynhausen.

www.garten-landschaft-owl.de
www.wege-durch-das-land.de
www.landschafts-und-baukultur.de
www.wege-zur-gartenkunst.de
www.teutoburgerwald.de
www.weserbergland-tourismus.de

Parkpflegewerk

Parkpflegewerk

Für den Kurpark Bad Oeynhausen wurde 1992 der Teil I / Historische Entwicklung des Parkpflegewerkes vorgelegt (Verfasser Bödeker, Wagenfeld u. Partner). Die Aufgaben- und Problemstellung wurde in dieser Arbeit auf der Grundlage der historischen Entwicklung betrachtet und abgehandelt. Mit dem Teil II des Parkpflegewerkes wurde die gartendenkmalpflegerische Zielplanung erarbeitet, die Grundlage der zukünftigen Entwicklung des Kurparkes von Bad Oeynhausen war und ist. Damit begann für den Kurpark ein neuer Zeitabschnitt, in dem alle Maßnahmen auf die Zielplanung ausgerichtet waren.

Die zurückliegenden 150 Jahre Parkgeschichte zeigen kontinuierliche, aber auch sprunghafte Entwicklungsphasen auf. Hierbei waren die Eigendynamik der Vegetation und der Zeitgeist nach 1945 besonders prägend.

Die Zielplanung soll sich auf die historische Entwicklung des Kurparkes beziehen, aber auch die gewandelten Nutzungsansprüche und die Erwartungen der Kurgäste erfüllen.

Mit den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen und den damit verbundenen steigenden Eigenbeteiligungen der Kurgäste wurde eine verstärkt marktwirtschaftliche Situation geschaffen, auf die auch das Staatsbad Bad Oeynhausen reagieren muss.

Das Parkpflegewerk soll die Voraussetzungen zur Aufwertung vorhandener Ressourcen und zur Ausschöpfung denkmalpflegerischer Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.

Die Kurparkerneuerung im Verbund mit der Spezialisierung des Gesundheitsangebotes sowie neue Entwicklungen auf hohem Niveau sind die Voraussetzungen zur nachhaltigen Stärkung und Sicherung des Bäderstandortes Bad Oeynhausen.