Entstehung Kurpark

Der berühmte preußische Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné, welcher sich mit der Gestaltung der königlichen Parkanlagen in Charlottenburg, Sanssouci und Bellevue einen Namen machte, entwarf auch die Pläne für den Kurpark in Bad Oeynhausen. 1853 wurde der Park als Mittelpunkt des neu entstehenden Bades angelegt. Bestimmt wurde seine Form durch eine weite Schleife, den sogenannten Corso. Der Kurpark wurde ursprünglich im Stil des romantisch geprägten, englischen Landschaftspark angelegt, erfuhr aber in den kommenden hundert Jahren mehrfach eine Umgestaltung. Nach dem Bau des neuen, neobarocken Kurhauses (1905-1908), wurde ein weites Parterre in der Mitte des Parks angelegt. Weitere Änderungen und Modernisierungen wurden in den 1950er Jahren durch den bekannten Gartenarchitekten, Hermann Mattern, vorgenommen. Heute präsentiert sich der Kurpark von Bad Oeynhausen als „ein Architekturmuseum des 19. Jahrhunderts“. Das einmalige Ensemble von historischen Badegebäuden entführt den Besucher zu den großen Kunstepochen der europäischen Baugeschichte. Die verschlungenen Wege des Kurparks, seine weiten Sichtachsen und der alte Baumbestand zeugen bis heute vom ursprünglichen Geist der Lenné’schen Anlage.